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Aktuell
06.10.2017 - Ausgabe: 05-2017

In Fribourg wartet ein schöner und ­spannender Tag auf die Branche

Andreas Widmer


Die zweite Ausgabe der Swiss Cooling Expo geht bereits am Mittwoch, 8. November 2017 über die Bühne. Die Arbeiten sind weit fortgeschritten und der Event hat beachtliche Form angenommen. Die Ausstellungsflächen sind so gut wie ausgebucht und die Referate sind äusserst vielversprechend in Thematik und Präsentation. Die Branche kann sich bereit machen für ein grossartigen Event in Fribourg.

Aber auch für diesen Anlass gilt ganz klar, ohne Sponsoren und ihre wichtigen Beiträge geht es nicht! Ein Event von diesem Format ist ohne stabile und begeisterte Partner nicht zu stemmen. Friscaldo hat zwei Sponsoren nach ihren Beweggründen gefragt. André Meyer (AM), Geschäftsführer von Charles Hasler und Werner Kuster, und Marc Stampfler (MS), Geschäftsführer von Christof Fischer Kälte-Klima, gaben bereitwillig Auskunft.

FC: Weshalb unterstützen Sie als Sponsor die Swiss Cooling Expo und die Berufsmeisterschaften?

AM: Für den Kälte-Grosshandel ist die Swiss Cooling Expo eine wichtige Veranstaltung, um Kunden, Partner und Lieferanten zu treffen. Im Besonderen haben wir aktuell eine spannende Zeit mit den Herausforderungen der neue Kältemittel und Vorschriften.

Die Förderung des Nachwuchses ist auch immer eine gute Investition.

MS: Die Swiss Cooling Expo im Allgemeinen und die Berufsmeisterschaften im Einzelnen gehören zu den wertvollsten Events in der Kälte-Klima-Branche. Viel mehr als eine Messe, steht die SCE als eine Plattform zum Austausch im Zentrum. In den heutigen Zeiten der Entwicklung von neuen Technologien und rasanten Preisexplosionen vom Kältemittel braucht unsere Branche eine solche Begegnungsplattform. Wir müssen miteinander die Zukunft angehen und miteinander den besten Weg für unsere Branche aufzeichnen. Die Christof Fischer Kälte-Klima AG unterstützt mit vollem Engagement die SCE, aber auch die Schweizer Berufsmeisterschaft – denn die Zukunft der Branche zeichnet sich vor allem durch die Lernenden aus. In der Haustechnik spielt unser Beruf eine zentrale Rolle.

FC: Welchen Effekt erhoffen Sie sich für Ihre Organisation durch die Messe?

AM: Aufmerksamkeit für unsere neuen Produkte. Bestehende und neue Kunden von unserer Kompetenz und unserem Servicegrad zu überzeugen oder einfach gesagt, Kontaktpflege und spannende Gespräche zu führen.

MS: Der Grosshandel spielt eine wichtige Rolle an dieser Messe und muss die Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren vereinfachen. Zum einen ist es wichtig, dass sich Hersteller und Installateure direkt begegnen können. Zum anderen müssen alle Kältefachleute gleichermassen aus erster Hand den Einblick in die Entwicklung der neuen Technologien bekommen. Mit unserem technisch erfahrenen Team finden wir für jede Herausforderung die passende Lösung.

FC: Sie unterstützen auch die Berufsmeisterschaften. Wie wichtig ist dieser Anlass aus Ihrer Sicht für die Branche?

AM: Sehr wichtig! Die Haustechnik respektive Kältebranche gehört zur Baubranche und hat zu Unrecht einen etwas unattraktiven Ruf und ist wenig interessant bei Schulabgängern. Die Kältebranche bietet super spannende Berufe mit viel Zukunftsperspektive. An der Swiss Cooling Expo wird dem Nachwuchs eine Plattform gegeben, wo sie ihr Gelerntes zeigen können.

MS: Die Berufsmeisterschaft steht im Zentrum dieses Anlasses. Mit der SCE hat unsere Branche die Möglichkeit, unser Handwerk zu zeigen und unsere Fachkenntnisse zum Ausdruck zu bringen. Hier zeigt sich, wie vielseitig und komplex unser Metier ist und wie stolz wir darauf sind. Aber in erster Linie dient dieser Anlass dazu, bei unseren jungen Fachleuten die Begeisterung an Berufen wie Kältemonteur/in oder Kältezeichner/in zu wecken. Unsere Branche braucht gute Fachkräfte und unsere Firmen brauchen engagierte Mitarbeiter.

FC: Sie betreiben auch einen Stand an der Swiss Cooling Expo? Welches sind die Schwerpunkte und welches sind die wichtigsten Ziele?

AM: Wir zeigen interessante Lösungen mit natürlichen Kältemitteln und HFO’s, welche immer breitere Anwendung finden. Weiter zeigen wir neue energieeffiziente Produkte von Danfoss, TripleAqua, SCM Frigo und Carrier. Die Ziele sind, unseren Partnern die Fachkompetenz von Charles Hasler und Werner Kuster aufzuzeigen und dass wir mit Beijer Ref auf das grösste Lager in Europe zurückgreifen können.

MS: Kontakte, Networking und Austausch sind unsere Ziele. An der SCE möchten wir, dass alle von konstruktiven Fachdiskussionen profitieren können. Wir sind immer an der Spitze, wenn es um Innovation, Fortschritte für die Umwelt und die Wirtschaft geht. Wir sehen hier ein hohes Potential einerseits und einen massiven Mangel an Fachkompetenzen andererseits, um den anstehenden Anforderungen Antwort zu geben. Packen wir’s an! Die Fachkonferenzen werden den Horizont aufzeichnen. Bei uns liegt die Verantwortung, die Theorie mit der Praxis zu verbinden. In diesem Sinne haben wir dieses Jahr mit Schulungen ([CF] lunch & learn) begonnen, um die Kenntnisse und das Verständnis untereinander immer auf dem neuestem Stand zu halten.

FC: Worauf freuen Sie sich persönlich am meisten?

AM: Auf guten Austausch mit Kunden und Lieferanten und motivierten Nachwuchs.

MS: Auf den 8. November und die zweite Swiss Cooling Expo in Fribourg. Professionell, kompetent und mit guter Laune werden wir auftreten. Wer die Swiss Cooling Expo nicht kennt, hat etwas verpasst. Diese zweite Edition wird ein Höhepunkt sein und darauf freuen wir uns. 

Die Stimme der Präsidenten

Die Swiss Cooling Expo wird vom Schweizerischen Verein für Kältetechnik, unter der Federführung von der Association Suisse du Froid Section romande ASF organisiert. Im Rahmen der Befragung rund um die Expo wurden auch die drei Präsidenten René Christen (RC), Präsident SVK, Dominique Berthoud (DB), Président ASF, und Enrico Girola (EG), Presidente ATF befragt.

FC: Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Ereignisse an der Swiss Cooling Expo und warum?

RC: Es ist das Zusammenkommen der Branchenmitglieder. Der gemeinsame Austausch und die Fachgespräche die untereinander entstehen.

DB: Es gibt eine ganze Menge von wichtigen Ereignissen an diesem Tag. Während des Interviews werde ich dazu gerne Stellung nehmen.

EG: Grundsätzlich ist die Expo ein einzigartiges Ereignis, das die Interessen der in der Kältebranche arbeitenden Unternehmen zusammenbringt.

FC: Weshalb sollte die ganze Kältebranche an diesem Tag anwesend sein?

RC: Es ist wie ein Familienfest – alle müssen kommen, um zu sehen, dass wir in einem Boot sitzen und die gleichen Interessen haben. Dies stärkt uns und die Branche und führt zu mehr Erfolg beim Kunden.

DB: Die Kältebranche muss an diesem Tag bei der Swiss Cooling Expo anwesend sein, denn es ist die einzige nationale Messe, an der wir teilnehmen können. Die Neuheiten auf den Ständen der Aussteller und die Vorträge sind sehr lehrreich und erlauben es jedem, sein Wissen zu prüfen und zu ergänzen! Die Messe findet alle zwei Jahre statt und erfordert einen grossen persönlichen Einsatz für das Organisationskomitee. Durch eine grosse Teilnahme unterstützen wir die Arbeit des Komitees.

EG: Es ist eine einmalige Gelegenheit, Berufskollegen aus der deutschsprachigen und der französischsprachigen Schweiz an einem Tag zu treffen.

FC: Was ist Ihnen als Präsident besonders wichtig an diesem Tag?

RC: Fachwissen möglichst breit zu streuen, denn ein hoher Wissensstand sichert unsere Zukunft.

DB: Damit die Kältebranche auf diese Einladung stark reagiert, brauchen wir die Unterstützung aller an unserem Beruf beteiligten Personen. Es wird eine Belohnung für uns sein, möglichst alle Akteure der Branche unter einem Dach zu sehen! Das Überleben dieser Veranstaltung steht auf dem Spiel, wenn die erwartete Anzahl von Besuchern nicht erscheinen wird. Wir haben gewisse Bedenken, dass der Event in dieser Form der letzte sein könnte.

EG: Der Austausch von technischen und bildungsbezogenen Meinungen. Da sind besonders die Auszubildenden angesprochen, welche täglich während der Arbeit und in der Schule damit konfrontiert werden. 

FC: Wie wichtig ist Ihnen die Berufsmeisterschaft der Kältefachleute im Rahmen der Fachmesse?

RC: Ich empfinde es als sehr wichtig. Wir können uns zurückerinnern an unsere Zeit, als wir noch die gleichen Mühen und auch Freuden hatten. Alle können sehen, wie sich unser Nachwuchs entwickelt, und dies zeigt uns auch, dass wir und unsere Branche eine Zukunft haben.

DB: Enorm, die Wichtigkeit ist enorm. Die Meisterschaft hat ihren festen Platz an der Expo, denn sie ist das Schaufenster unseres Berufes und ist dadurch untrennbar. Sie ermöglicht Einsicht in den manuellen Teil unseres Berufs, der meist von aktiven Menschen an der Front ausgeführt wird. Praktizierende, die gerne mit ihren Händen arbeiten.

EG: Sehr wichtig. Aber nicht nur, um die persönlichen Fähigkeiten zu messen, sondern auch, um Kontakte der Auszubildenden aus der ganzen Schweiz zu fördern.

FC: Worauf freuen Sie sich persönlich am meisten?

RC: Neues zu erfahren und sich mit Fachleuten zu unterhalten und sich auszutauschen.

DB: Um einen geselligen Moment mit allen Besuchern oder Ausstellern zu teilen, ob es Monteure sind oder Firmenverantwortliche. Ich habe seit mehr als dreissig Jahren bereichernde und interessante Kontakte in diesem Geschäft aufgebaut, und diese Art von Messe, wo direkter Kontakt mit Menschen möglich ist, ist eine Belohnung für mich.

EG: Ich freue mich zu sehen, wie sich unsere Branche weiter in jeder Hinsicht positiv entwickelt und auch festigt. Auf das Wiedersehen mit den Kollegen aus der Deutschschweiz und der Romandie sowie die Möglichkeit, mit ihnen sprechen zu können. Das persönliche Gespräch bringt sehr viel mehr als das Schreiben verschiedener Mails. n

Programm am Vormittag

9.00 Uhr Umweltthemen, ­Tatsachen und Gerüchte
Prof. Dr. Volker Quaschning, HTW Berlin

10.00 Uhr  Kältemittel-Situation Europa/F-Gase
Andrea Voigt, EPEE Bruxelles

10.30 Uhr  Kältemittel-Situation Schweiz
Patrick Goetz, Dozent Kältetechnik

11.15 Uhr Unsere Ernährung in 20 Jahren
Dr. David Bosshart,

Gottlieb Duttweiler Institut, Zürich 
Programm am Nachmittag

13.30–15.00 Uhr Round Table
«Der Mensch in extremer Kälte»

Gäste:
Jean Troillet
Seine Erfolgsbilanz umfasst die Besteigung von zehn 8000er-Gipfeln, allesamt im Alpinstil und ohne Sauerstoffzufuhr. Jean Troillet bezwang den Mount Everest im Jahre 1986.

Pierre Morand
Als Bergsteigerkollege Loretans vollbrachte er die letzten dreissig Jahre Höchstleistungen im Hochgebirge. Zudem widmet er sich auch dem Steilhangfahren in den Alpen und weltweit. 

Dr. Emmanuel Cauchy
Er ist Direktor des Ifremmont Forschungs- und Ausbildungsinstituts für alpine Medizin sowie Präsident und Direktor von Alpidoc medizinische Beratung für Kälte und Berge im Spital Chamonix.

15.00–15.30 Uhr Pause

15.30–16.00 Uhr Siegerehrung der Schweizer­meisterschaften der Kälteberufe

16.00–17.00 Uhr «Die Entwicklung des ­Extremskifahrens»

Gäste:
Sylvain Saudan
Er wurde am 23. September 1936 in Lausanne geboren und ist Schweizer Skifahrer und Alpinist. Bekannt unter dem Spitznamen «Skifahrer des Unmöglichen» ist er einer der Pioniere des Extremskifahrens.

Jérémie Heitz
Der Schweizer Skifahrer Jérémie Heitz setzte sich ein Ziel: 15 der schönsten Steilwände in den Alpen auszuwählen, diese erneut herunterzufahren und dabei die Entwicklung des Steilhang-Skifahrens über ein Jahrzehnt zu illustrieren.

Nicolas Falquet
Die Schweizer Nicolas und Loris Falquet sind seit Jahren erfahrene Freerider und Liebhaber von Skibildern und -videos. Um sich von anderen Inszenierungen abzuheben, haben sie sich entschieden, «den Schnee neu zu einfärben». In blau, rot oder orange, das Resultat ist verblüffend.