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Einzige Fachzeitschrift für Industrie-, Gewerbe-, Klimakälte und Wärmepumpen
SVK
04.10.2019 - Ausgabe: 05-2019

Aus dem Verband


5. Dezember 2019, Swiss Cooling Expo in Fribourg

Weiterbilden, Fachsimpeln und Netzwerken. Am 5. Dezember findet zum dritten Mal die Swiss Cooling Expo in Fribourg statt. Reservieren Sie jetzt Ihr Eintrittsticket.

Die Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche ist einem raschen Technologiewandel unterworfen. Der wohl wichtigste Treiber dafür sind die sich rasch ändernden nationalen und internationalen Regeln bezüglich des Einsatzes der verschiedenen Kältemittel. Aber auch die Energiegesetzgebung und die Energiestrategie 2050 beeinflussen die Branche. Diese Themenkreise stehen am
5. Dezember 2019 im Zentrum der diesjährigen Swiss Cooling Expo in Fribourg.

Die Swiss Cooling Expo bedeutet aber nicht nur herausragende Referate, sondern auch:

  • 800 m2 Ausstellungsfläche mit nationalen und internationalen Anbietern
  • 35 Messestände
  • Nationale Berufsmeisterschaften der Kälteberufe
  • Das grösste Schweizer Branchentreffen

Schweizermeisterschaften Kälteberufe 2019

Auch der Berufsnachwuchs wird an der Swiss Cooling Expo bestens vertreten sein. Integriert in die Expo finden im Forum Fribourg die nationalen Berufsmeisterschaften der Kältesystem-Monteur/-innen und Kältesystem-Planer/
-innen statt. Man darf sich auf spannende Wettkämpfe freuen. Beobachten Sie die Kandidaten und Kandidatinnen bei der Arbeit und spornen Sie sie zu ausserordentlichen Leistungen an.

Weitere Informationen zum Anlass und Tickets sind unter swisscoolingexpo.ch erhältlich. Ein Besuch lohnt sich!

 

Chefmonteur/-in Kälte – eine Erfolgsgeschichte

Seit mehr als 10 Jahren bildet die gibb Berufsfachschule Bern gemeinsam mit dem SVK Chefmonteur/-innen Kälte aus. Die gibb ist für die Kurse zuständig und der SVK für die Schlussprüfung. Die Ausbildung richtet sich an Berufsleute, welche ihre handwerklichen Fähigkeiten und technischen Kenntnisse perfektionieren wollen und eine Vorgesetztenfunktion anstreben. In den folgenden Kurzinterviews kommen drei Fachleute mit enger Verbindung zum Lehrgang zu Wort.

 


Markus Stalder

Experte Berufsprüfung Chefmonteur-/innen Kälte Teamleiter bei Bouygues E&S InTec Schweiz AG

Markus Stalder, heute sind Sie im Chefmonteuren-Expertenteam und nehmen mit Ihren Kollegen die Prüfungen der Chefmonteure ab. Als der Lehrgang 2007 erstmals durchgeführt wurde, waren Sie selbst als Absolvent mit dabei. Erinnern Sie sich daran bei welchem Prüfungsteil Sie damals am meisten «geschwitzt» haben?

Ganz klar bei den schriftlichen Aufgaben. Das Ganze war eine Zeitfrage, man musste von Anfang an alles geben, damit man mit den Aufgabenstellungen fertig wurde.

Wie beurteilen Sie die Ausbildung rückblickend? Können Sie das Gelernte in der Praxis anwenden?

Die Ausbildung war über alles gesehen sehr gut. Klar, wir waren damals der erste Lehrgang, und es lief nicht immer alles rund von der Schule/den Referenten her. Wir fanden aber immer eine Lösung. Das Gelernte kann ich nach wie vor fast täglich anwenden, das ist toll!

Hat sich die Ausbildung respektive die Berufsprüfung auf Ihren Werdegang ausgewirkt? Mit anderen Worten, hat die zusätzliche Ausbildung Ihre Position im Arbeitsleben verändert?

Insofern nicht direkt, da ich schon damals eine Kaderstellung als Teamleiter innehatte. Die Veränderung passierte eigentlich fortlaufend, da ich das Gelernte immer wieder anwenden und verfeinern konnte und kann. Zudem ist es meine Aufgabe, meine Teammitglieder zu schulen und zu unterstützen, sodass sie sich den sehr hohen Ansprüchen der Kunden Tag für Tag stellen können! Für mich ist das ein zentraler Punkt in meinem Schaffen und sehr motivierend!

Wie waren Sie mit den Prüfungsresultaten der letzten Promotion zufrieden und wie schätzen Sie die Zukunftschancen dieser Absolventen ein?

Ich war sehr zufrieden. Jeder hat im Rahmen seiner Möglichkeiten alles gegeben. Jetzt fängt eigentlich erst die Bewährungsprobe an. Da wird sich zeigen, inwieweit sie das Gelernte im Tagesgeschäft umsetzen können. Für die Zukunft wünsche ich den Absolventen viel Glück und gutes Gelingen!

Was motiviert Sie, sich als Experte bei den Berufsprüfungen zur Verfügung zu stellen?

Als Experte kann ich mein Wissen gezielt einsetzen, speziell in der Ausarbeitung der Aufgabenstellungen. Zudem habe ich in meiner Laufbahn immer wieder sehr grosse Unterstützung/Förderung von verschiedenen Leuten erfahren/erhalten dürfen. Mit meinem Wirken kann ich der Kältebranche wieder etwas zurückgeben und dazu beitragen, dass wir auch in Zukunft fachlich hochqualifiziertes Personal zur Verfügung haben.

 


Mike Luginbühl

Chefmonteur Kälte, Technischer Support/Leiter Disposition bei Baumgartner Kühlanlagen AG

Mike Luginbühl, in den vergangenen zwei Jahren haben Sie die Ausbildung zum Chefmonteur Kälte absolviert und mit der Prüfung Ende August 2019 erfolgreich abgeschlossen. Weshalb haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden?

Nach meinem Lehrabschluss als Kältemonteur EFZ im Jahr 2014 wollte ich mein Fachwissen im Bereich Kältetechnik weiter vertiefen und an den Ausbildungsstand nach der Lehre anknüpfen. Die Weiterbildung zum Chefmonteur Kälte konnte meine Bedürfnisse optimal abdecken und passte somit perfekt in meine berufliche Zukunftsplanung.

Welches Ausbildungsthema hat Sie am meisten fasziniert und wo mussten Sie die «Zähne zusammenbeissen»?

Am meisten profitiert habe ich persönlich von den Modulen «Inbetriebnahme/Instandhaltung» und «Angewandte Berufskenntnisse». Aber auch aus den Bereichen Komponentenauslegung, Offertwesen sowie Normen und Vorschriften konnte ich von den Erfahrungen unserer Dozenten profitieren und diese in meinen beruflichen Alltag einfliessen lassen. Natürlich können themenbedingt nicht alle Module gleich viel Spass bereiten und so mussten ich und meine Schulkollegen beispielsweise beim Modul «Projektablauf» Durchhaltewillen beweisen.

Können Sie dank der Ausbildung im Berufsalltag komplexere Aufgaben und zusätzliche Verantwortung übernehmen? Beeinflusst die Ausbildung bereits jetzt spürbar Ihren beruflichen Werdegang?

Bereits während meiner Weiterbildung durfte ich in meiner beruflichen Tätigkeit mehr Verantwortung übernehmen und diese in der Praxis sogleich auch umsetzen. Im Januar 2019 übernahm ich die Leitung der Dispositionsabteilung im Kundendienst. Die Weiterbildung hat sicher dazu beigetragen, meinen beruflichen Werdegang so absolvieren zu können, allerdings gehört auch immer ein starker Wille und das berufliche Umfeld dazu. Nur die Kombination kann zum Erfolg führen.

Wie haben Sie die zusätzliche Belastung während der Ausbildungszeit gemeistert? Haben Sie das Arbeitspensum im Betrieb reduziert?

Die Mehrbelastung während der Ausbildungszeit machte sich durch weniger Freizeit und kürzere Erholungsphasen sicherlich bemerkbar. Privatleben, Arbeit, Ausbildung und
Hobbys unter einen Hut zu bringen war nicht immer einfach, konnte mit guter Organisation aber bewältigt werden. Auch die weite Anreise zum Schulungslokal nach Bern nahm einige Zeit in Anspruch, gestaltete sich durch Lernsequenzen im Zug oft als kurzweilig. Während meiner Ausbildung habe ich mein Arbeitspensum im Betrieb auf 80% reduziert.

Können Sie die Ausbildung jungen Berufsleuten weiterempfehlen?

Auf jeden Fall würde ich die Ausbildung weiterempfehlen, es ist ein toller Schritt in eine Berufliche Tätigkeit mit Zukunft.

 


Urs Münger

Präsident der Qualitätssicherungs-Kommission QSK für die Berufsprüfung der Chefmonteur/-innen Kälte, Mitglied der Geschäftsleitung CTA AG

Urs Münger, seit die Ausbildung 2007 ins Leben gerufen wurde, sind Sie Präsident der Qualitätssicherungs-Kommission QSK. Für welche Aufgaben sind Sie respektive die QSK zuständig?

Mit der Definition der Modulidentifikationen legen wir fest, wo die inhaltlichen Schwerpunkte in der Ausbildung gesetzt werden. Unsere Hauptaufgabe besteht jedoch darin, jeweils die Vernetzungsprüfung zu entwickeln, zu organisieren und durchzuführen.

Weshalb sollen Kältefachleute diesen Lehrgang besuchen?

Für Praktiker, welche sich vertiefte kältetechnische Kenntnisse aneignen und Projektverantwortung übernehmen wollen, ist diese Ausbildung ideal. Auch als Vorbereitung für die Übernahme einer Teamleitung erhalten die Absolventen das nötige Rüstzeug. Auf dem Markt sind diese Fachpersonen sehr gesucht.

Haben sich die Ausbildung und die Prüfung in den letzten Jahren verändert?

Inhaltlich wurden sowohl die Ausbildung als auch die Prüfungen laufend den neuen Technologien angepasst. Unsere guten Kontakte zu den Dozenten helfen, dass Ausbildungsschwerpunkte rasch angepasst und neue Inhalte einfach und unkompliziert integriert werden können. Das offizielle Prüfungsreglement ist etwas in die Jahre gekommen, die heutige Ausbildung und die Prüfung sind jedoch topaktuell. In nächster Zeit – sobald der SVK die Bildungsrevisionen in der Grundbildung auf dem Schlitten hat – wird dann auch das Prüfungsreglement der Chefmonteure à jour gebracht.

Im August 2019 haben erneut 12 «Kälteler» die anspruchsvolle Prüfung erfolgreich absolviert. Gibt es einen Wunsch oder einen Ratschlag, welchen Sie den jungen Chefmonteuren mit auf den Weg geben möchten?

Vorab nochmals herzliche Gratulation! Die jungen Berufsleute haben sehr gute Arbeit abgeliefert. Mein Ratschlag ist simpel: Bleibt der Kältebranche treu, etwas Tolleres gibts nicht. Ich freue mich auf die Diplomübergabe an der Swiss Cooling Expo! An dieser Stelle auch ein grosses Merci an den Prüfungsleiter Matthias Dellenbach und die Prüfungsexperten, welche erneut tadellose Arbeit geleistet und für Klarheit und Fairness an den Prüfungen gesorgt haben.

Interessiert an der Weiterbildung 
Chefmonteur/-in Kälte BP? 

−> Es hat noch Plätze frei.

Wichtige Informationen: gibb.ch/weiterbildung/gebaeudetechnik/chefmonteurin-kalte-bp

Chefmonteur/-in Kälte BP: Start: 1. Semester Woche 27.01.2020
Dauer: 3 Semester

 

Fachbewilligung Kältemittel 2020

Vor mehr als 25 Jahren wurde die Fachbewilligung Kältemittel ins Leben gerufen. Seither gilt: «Wer beim Herstellen, Installieren, Warten oder Entsorgen von Geräten oder Anlagen, die der Kühlung, Klimatisierung oder Wärmegewinnung dienen, beruflich oder gewerblich mit Kältemitteln nach Anhang 2.10 Ziffer 1 Absatz 1 ChemRRV umgeht, benötigt eine Fachbewilligung.»

Die Erfahrungen zeigen, dass die Ausbildungsbedürfnisse des Autogewerbes nicht deckungsgleich mit jenen der Kältebranche sind und dass die Quereinsteiger oftmals über keine kältetechnischen Kenntnisse verfügen. Aus diesen zwei Gründen werden ab 2020 die folgenden Anpassungen vorgenommen:

  • Trennung der Fachbewilligung Kältemittel in eine Fachbewilligung «Fahrzeugklima» und eine Fachbewilligung «Stationäre Kälteanlagen».
  • Ergänzung der heutigen ausschliesslich theoretischen «Umweltausbildung» durch eine praktische «Technikausbildung».

Mit Einführung der «Technikausbildung» soll sichergestellt werden, dass die Absolventen nicht nur um die Gefahren und Risiken der Kältemittel wissen, sondern tatsächlich ein Kältesystem ohne Kältemittelverluste entleeren und befüllen können. Die Kursausschreibungen und Prüfungsdaten für die Fachbewilligung Kältemittel «Stationäre Kälteanlagen» werden spätestens Mitte Oktober unter www.svk.ch/kurse zu finden sein.

Wichtig: Die Änderung der Fachbewilligung hat keinen Einfluss auf die bisherigen Fachbewilligungsinhaber. Die heutige Fachbewilligung behält ihre Gültigkeit.

Weiter wird ab dem 1.1.2020 und somit ab geplanter Einführung der angepassten Ausbildung die Fachbewilligungsstelle der SVK-Geschäftsstelle angegliedert. Auskünfte zur neuen Fachbewilligung erteilt die SVK-Geschäftsstelle.

Ansprechpartner für Fragen zur Fachbewilligung Kältemittel «Fahrzeugklima» ist der Verband AGVS/UPSA:
Automobil Gewerbe Verband
Schweiz AGVS/UPSA
Arnold Schöpfer, Grundbildung & Höhere Berufsbildung
Wölflistrasse 5, 3000 Bern 22
Tel. Zentrale 031 307 15 15
Tel. direkt 031 307 15 32
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